VR067 – Schubikalypse

Was war das denn bitte gegen den HSV. Die schlechteste Saisonleistung seit dem Hinspiel gegen den HSV nehmen wir zum Anlass für eine Ausgabe “außer der Reihe”.
Die Schubikalypse ist da und selbst von Hardcore Schubi-Dubis nicht mehr zu ignorieren. Aus der zugegebenermaßen recht bequemen Position von außen suchen wir nach Lösungen und Wegen aus der Krise.

Unser Google-Kalender: Den neuen Google-Kalender vom vollraute podcast gibt es hier. (Alternativ: ical-Link)

Credit: Intro/Outro-Musik von Nomoredolls, Electric Sheep
Intro-Fangesang: https://www.youtube.com/watch?v=SIgEZ5tPVlA
Spezieller Dank an Frank “Trainer” Baade
Umkommerzieller Podcast über die Borussia aus Mönchengladbach

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4 Comments

  1. Grüß euch,
    ich höre euren Podcast sehr gerne, aber dass war mal der schlechteste Podcast, den ihr je fabriziert habt. Das war ja mal 1.23 h rumgeweine auf ganz mauen Niveau. Da habt ihr euch doch glatt mal vom Bildzeitungsniveau inspirieren lassen.
    In dem Podcast wurde nicht diffenziert und vor allem fair die Leistung von Schubert analysiert. Ihr zieht Vergleiche zwischen Favre und Schubert, sucht aber nur die possitiven Punkte von Favre raus und stellt sie den negativen Punkten gegenüber. Ihr habt zum Beispiel die fehlende Varianz wärend des Spiels angesprochen.
    Da war doch grade Favre ein Musterbeispiel für. Das von Favre bevorzugte 4-4-2 ist doch nie variiert worden. Die höchste Varianz ist doch gewesen, wenn er in der 77 Minute positionsgetreu einen Spieler für einen anderen Spieler eingewechselt hat, egal ob man im zurück liegt oder führt. Erst unter Schubert gab es mal eine Varianz, sogar ein zweites Spielsystem. Außerdem ist diese… “in der Rückrunde ist alles schlecht und früher war alles besser” so auch nicht korrekt. Gegen Dortmund haben wir verdient verloren, auch wenn ich die Leistung unserer Jungs in weiten Teilen des Spiels nicht so schlecht war. Es hat sich bei diesem Spiel aber die individuelle Klassen von Reus/Auba/Miki/Gündo durchgesetzt. Gegen Mainz waren wir klar die besser Mannschaft, diese gingen 1:0 in Führung, hatten aber doch kaum eine Torchance. Und das Mainz eine Gurkentruppe ist, gegen die man hätte locker gewinnen müssen, wiederlegt klar die aktuelle Tabellenplatzierung. Gegen Bremen haben wir gewonnen. Das die auch Torchancen produzieren ist doch klar. Werder hat eine strake Offensive, fragt mal die Leverkusener, ob die das bestättigen können. Und gegen Hamburg (glaubt mir, die Niederlage schmerzt mich als Wahlhamburger mehr als euch) haben wir gut begonnen, aber dann hat die Mannschaft total den Faden verloren. Nur meint ihr ernsthaft, dass das an Schubert lag? Er wird wohl kaum an der Seitenlinie gestanden haben und die Spieler angewiesen haben, den Gegner ins Spiel kommen zu lassen. Und das ihr meint, dass man auf Defensive schalten soll, nachdem man 1:0 führt, ist doch nicht euer Ernst. Grade wenn man meint, das man ein Spiel dominiert, sollte man doch versuchen, die Führung auszubauen.
    Die Spiele in der Hinrunde habt ihr ja schon behandelt, aber auch da alles schlecht zu reden find ich falsch. In meinen Augen haben wir nur ein richtig schlechtes Spiel gemacht und das war gegen Leverkusen. Gegen Darmstadt haben wir in Unterzahl verloren, im Pokal haben wir genauso wie gegen ManCity zu viele individuelle Fehler gemacht. Dabei haben wir gegen City knapp 70 Minuten richtig gut gespielt. Unter Schubert haben wir in 12 Bulispielen in der Hinrunde 18 Gegentore bekommen, 5 davon im Ausreißerspiel gegen Leverkusen. Davon waren 7 Tore Elfmeter (wenn ich mich nicht irre). Da kann man wohl Schubert keinen Vorwurf für mache.
    Ihr sprecht die Planlosigkeit an, um die Gegentorflut zu verhindern. Bringt aber im selben Atemzug Namen wie Stranzel und Brouwers ins Gespräch. Das ist doch nicht euer Ernst, Hoffnung auf Spieler wie Brouwers und Stranzel zu setzen.
    Roel war selbst unter Favre nur die dritte Option, wenn überhaupt.
    Stranzel ist im letzten Jahr seid dem 27 Spieltag verletzt ausgefallen, kam dann in die wieder in die Mannschaft (gegen HAMBURG, Ergebniss 0:3), mußte verletzte Raus, ist vor 2 Wochen wieder gekommen, konnte aber nicht mal 1 Woche am Stück mittrainieren.
    Das ist doch keine Option für einen stabilisierenden Faktor.
    Die zum Schluss andiskutierten möglichen Verstärkungen in der Defensive Knoche und Süle zeigen auch grade nicht hochklassiges Bundesligaformat.

    Um einen Lösungsansatz zu bieten, wie die durchwachsenden Leistungen zu unterbinden sind, verweise ich noch mal auf das Mainzspiel. Dort hat sowohl die Offensive, als auch die Defensive gut funktioniert. Das, was ich persönlich Schubert ankreide, ist, dass ich den Eindruck habe, dass die Spieler eine zu lasche Arbeitseinstellung haben. Die Spieler machen einen unkonzentrierten Eindruck, leisten sich zu viele vermeidbare Fehler. Das muß der Trainer denen austreiben und vielleicht auch mal den “harten Hund” raushängen lassen. Manchmal kommt er mir ein wenig zu Kumpelhaft rüber. Da aber sich die Öffentlichkeit auf Schubert als Sündenbock eingeschossen hat (siehe euren Podcast), gibt man den Spielern auch ein Alibi.

    Um einen Kommentar mit etwas positivem zu beenden, führe ich mal ein paar Punkte auf:
    -wir haben jetzt drei Punkte mehr geholt, als bei den gleichen Gegnern in der Hinrunde
    -unter Favre hatten wir zum gleichen Zeitpunkt 11 Gegentore, unter Schubert 8 Gegentore (und das, obwohl Favre fast alle Spieler in der Defensive zur Verfügung hatte)
    -unter Favre haben wir zum selben Zeitpunkt 2 Tore geschossen, unter Schubert 8 Tore
    -unter Schubert haben sich Spieler wie Mo und Christensen gut entwickelt. So schlecht kann die Trainingsarbeit also nicht sein.

    Auch wenn sich dieser Kommentar so liest, dass ist Schubertfan wäre, kann ich euch versichern, dass dem nicht so ist. Nur finde ich die aktuelle Berichterstattung und die Bewertung von Schubert nicht fair. Ich will weder Schubert in Schutz nehmen, noch Favre kritisieren. Ich finde, dass mann sich zu schnell auf Schubert eingeschossen hat. Jetzt kommen die ganzen ollen Kamellen wieder hoch, mit seiner Zeit in St. Pauli (die übrigens sportlich gesehen sehr erfolgreich war) und das ist mir zu platt (das meint ich mit Bildzeitungsniveau).
    Trotz allem, danke für euren Podcast, macht immer viel Spass von euch zu hören.
    Gruß

  2. Vielen Dank für Dein (sehr ausführliches) Feedback.
    Ja – man merkt in der Ausgabe natürlich, dass wir auch kein Allheilmittel kennen.
    Den Vergleich mit Favre strenge insbesondere ich gerne an, nicht um damit auszudrücken “Früher war alles besser”, sondern um auszudrücken, dass unter LF das Spiel dem Gegner und vor allem dem Spielverlauf angepasst wurde. Matchplan.
    Es könnte sein (und das meine ich nicht ironisch), dass ich zu wenig von Fußball verstehe, aber ich erkenne in unserem Spiel einen solchen Matchplan nicht und ich sehe kein flexibles Anpassen an geänderte Spielsituationen. Und auch über mehrere Spiele gesehen, erkenne ich zu wenig Anpassung an die Probleme.
    Ich habe vor einigen Wochen meine These formuliert, dass unser sehr offensiv ausgerichtetes Spiel dazu führt, dass wir

    – gegen 2-3 Mannschaften die Hucke voll bekommen
    – gegen 5-6 Mannschaften ist es eng
    – und die restlichen Mannschaften überrennen wir

    Wenn es gut läuft, werden wir damit 5., wenn es schlecht läuft 9. Damit ist man zwar im offiziellen Saisonzielkorridor, aber eine Saison, die auf Platz 9 endet, ist für mich eine verlorene Saison. Da werde ich lieber 13 und kämpfe bis zum 32. Spieltag gegen den Abstieg, das war wenigstens die letzten 20 Jahre immer spannend ;-)

    Es gab übrigens auch unter Favre Phasen, in der wir mehrere Spiele hintereinander nicht gewonnen haben, vor allem in der Übergangssaison.
    Und es gab auch immer wieder die Situation, dass sich die Gegner sehr gut auf das Favre’sche System eingestellt hatten. Dann hat LF nachjustiert und es war wieder besser. Und genau _das_ fehlt mir bislang total bei André Schubert – auch er muss erkennen, dass der Hurra-Fußball (ohne Absicherung!) gerade zu einem Problem wird. Wenn er es _jetzt_ (in den nächsten 3-4 Spielen) schafft, das zu lösen, dann macht ihn das zu einem _richtig guten_ Trainer.

    Unabhängig davon sollte man im Sommer reden, wie es weiter geht. André Schubert wird ja Vorstellungen von der Kaderentwicklung haben. Meiner Meinung nach ist die größte Baustelle die Innenverteidigung. Alles andere ist mehrfach gut besetzt.

  3. Grüß euch,
    ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden, bin großer Favre Fan gewesen und dankbar für die schöne Zeit, die wir mit ihm hatten. Aber wo hat den Favre auf einem Spielverlauf im Spiel reagiert? Er hat doch immer positionsgetreu gewechselt, egal ob man vorne lag, oder hinten. Er hat doch, wenn überhaupt, mal bei einem Rückstand in der 88. Minute einen defensiven Spieler rausgenommen und dafür einen offensiven gebracht. Die größte Anpassung, Favre in diesem Jahr gemacht hatte, war Stindel auf rechts Außen und im defensiven Mittelfeld auszuprobieren. Ansonsten in der Vergangenheit mal de Jong auf die Bank zu setzten.
    Du sprichst von Hurrafußball, sagst, dass es wir gegen 2-3 Mannschaften die Hucke voll bekommen. Das war aber unter Schubert nur insgesamt 1 mal der Fall, nämlich Leverkusen. Natürlich hatten wir Glück gegen die Bayern, aber das ist doch kein Maßstab. Und nebenbei haben wir trotz der Anfangsphase gegen Bayern nicht unverdient gewonnen. Das wir Spiele nur knapp und damit auch glücklich gewinnen war unter Favre so, wird unter Schubert so sein, aber sich auch bei allen anderen Bundeslligamannschaft zeigen. Siehe Bayern- Augsburg in der Hinrunde, der Sieg von Mainz gegen Schalke, etc.
    Das Spiel gegen Köln wird auch ein richtiger Kracher, nicht nur wegen dem Derby, sondern weil die eine super Mannschaft haben. Rechne denen mal die Punkte zu, die sie ungerechterweise nicht bekommen haben (Handtor Andreasen). Dann wären die wahrscheinlich grade auf Platz drei. Und was passiret, wenn wir das Spiel verlieren? Sollte dann Schubert seinen Hut ziehen?
    Zu deinen Vorstellungen der Saisonplatzierung stimme ich dir vollkommen zu, dass ein Platz 9 eine Enttäuschung wäre. Aber du tust so, als ob die Saison schon vorbei ist und wir auf dem 9 Platz gelandet wären. Vor noch drei Spieltagen waren wir auf Platz 4. Und das mit, wie du es bezeichnest “Hurrafußball”. Jetzt sind wir so weit abgeschlagen wie nie zuvor von Platz 4, bzw. sogar Platz 3…
    Ganze DREI Punkte…
    Wie gesagt, ich habe auch Punkte, die ich an Schubert kritisiere. Aber das was im Moment mit/gegen Schubert abläuft, ist nicht fair und auch nicht gut. Es ist ja nicht nur, dass ihr einen Podcast rausgebracht habt, in dem Schubert gebasht wird. Ich finde zum Beispiel auch die mediale Berichterstattung unfair
    (Beispiel http://www.express.de/sport/fussball/borussia-moenchengladbach/krisenstimmung-darum-schrillt-in-gladbach-der-derby-alarm-23574614 )
    Das ist reine Stimmungsmache der Journalie, ebenso das, was die Flachpfeifen von Sky in ihrer Sky 90 Diskussion nach dem letzten Spiel gemacht haben. Unter aller Sau, die sollen lieber Effe als Experten zurückholen, dann würde das Niveau von diesen wahrscheinlich noch gehoben werden. Und das mein ich nicht, weil ich denke würde, dass Effe viel Ahnung von Fußball hat, sondern weil ich meine, dass die “Sky-Experte” noch weniger haben.

    Wartet doch erstmal einmal ab, welchen Platz wir am Ende der Saison erreichen. Dann kann man sinvoll Kritik äußern. Und wie gesagt, es gibt ja auch in meinen Augen Punkte, die man an Schubert kritisieren kann.

  4. Wenn man im Abwehr verhalten so spielt wie 2mal gegen Juventus Turin oder Sevilla zu Hause und teilweise gegen Manchester City dann gewinnt man auch gegen die meisten Mannschaften in der Bundesliga.

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